Girlbands! Kaum glaubt man, dieses “Genre” bis zum Limit ausgeschöpft zu haben, taucht aus irgendeiner düsteren Felsspalte eine neue Mädchenformation auf, die mehr oder minder talentiert ist. Heute reden wir über eine Gruppierung, die in meinen Augen eher zu den mehr mindertalentierten gehört.

Name: Dear Jayne. Woher dieser Name kommt, konnte ich nicht ermitteln, da weder die Bandseite noch die Wikipediaseite up to date sind. Abgesehen davon ist der Name so griffig wie ein nasses Stück Seife. Mir fällt es schwer, etwas damit zu assoziieren, das sich auch in der Band widerspiegelt.

Entstehungsgeschichte: Gibbet nich. Ausführliche Internetrecherchen (ähm, circa drei Sekunden) haben ergeben, dass es keine Entstehungsgeschichte von Dear Jayne gibt. Alles, was wir erfahren, ist der Verlust eines von drei Mitgliedern und seine Ersetzung durch ein anderes williges Stück Fleisch. Auch schön. Vergleicht man den Werdegang von Dear Jayne mit dem einer leeren Tempotaschentücherverpackung – ich bin mir sicher, letztere hat mehr zu erzählen.

Image: Ich arbeite noch daran, selbiges auszuknobeln. Ich vermute, die drei Mädchen möchten uns das vermitteln, was auch alle anderen Girlbands vermitteln wollen. Nämlich dass sie sehr wild und sexy sind, sich von einem Mann nicht an der Nase herumführen lassen und das man gut mit ihnen auf Partys herumhängen kann. Und dass sie natürlich Superlover sind. In Girlbandland nichts Neues.

Musikalische Nische: Harmloser R’n'B, der scharf und selbstbewusst tut, aber darunter leidet, dass ungefähr nur eine der Damen einigermaßen singen kann. Ergo: Nichts Halbes und nichts Ganzes und erst recht nichts Besonderes. Abgesehen davon: Es heißt Refrain und man benutzt es, um Leute abhängig zu machen. Diesen musikalischen Grundsatz haben aber weder die Damen noch ihre Produzenten bislang gelernt.

Rollenverteilung: Die semiblonde Frontfrau sieht wie ein Beyoncéverschnitt aus, kann aber noch nicht mal ansatzweise singen. Jasmine kann singen, wie die Videos unten beweisen, und ist der obligatorische Buntschopf (siehe: T-Boz, Kelly Rowland u.a.). Die andere ist eine Randerscheinung. Singen tun sie alle drei, aber wirklich harmonisch klingt das nicht.

Zusatznutzen: Keinen. Ich sehe keine Besonderheit bei dieser Band, außer vielleicht Jasmines rote Haare und die Tatsache, dass ihr Name der einzige ist, den ich mir gemerkt habe.

Sympathiefaktor: Gering, da langweilig.

Was sagt der Rest der Welt: “Not to mention, with The-Dream defending his innocent trip to an ATL nightspot, Fall Back sounds more like “Couch” than it does Bed. “

Videos: Hier zwei wunderschöne Exemplare. Besonders schön ist das Video im Freilichtkino. Der Tuchtanz ist soooo neu, dass ich eingeschlafen bin. Gerüchten zufolge ist diesen Monat eine neue Single der drei herausgekommen. Sie beinhaltet Mister Flo Rida. Ich möchte dazu keine weiteren Worte verlieren.

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