Archiv nach Monaten: August 2009

Es ist spät in der Nacht – jedenfalls für eine Lärche wie mich – und als ich so durch meinen Blog gekrabbelt bin, ist mir aufgefallen, dass ich meine Liebe zu Girlbands habe schleifen lassen.

Und nun sage ich euch, Freunde, werte Leser, dass ich mich dazu aufgerafft habe, sämtliche Girlbands auf diesem Planeten zu recherchieren. Nun wird es sich ereignen, dass ich ab dem Ende diesen Monats sehr viel Zeit haben werde (Synonym dafür: Semesterferien) und dann geht’s rund!

Be prepared!

This is a warning!

Nobody moves, nobody gets hurt!

Dann werde ich so tief in den Sack voller Girlbands greifen, dass man mich bald nicht mehr Mari, sondern Girlband nennen wird…

Ich habe euch gewarnt!

Ich glaube, ich habe zu  niemandem so eine Hass-Liebe-Beziehung wie zum Internet. Ich meine, es ist toll! So viele Informationen! So viel Vergnügen! So viel Spam! Und man kann schreiben!

Dennoch gibt es auch eine Menge Dinge, die mich stören, zum Beispiel übertriebene Selbstdarstellung, Werbebanner mit Ton, Werbebanner, die autonom denken, alles andere, was autonom denkt.

Und natürlich: Internetabkürzungen. Über Abkürzungen im Allgemeinen habe ich mich ja schon an anderer Stelle geäußert, aber diese Abkürzis, über die ich nun referieren werde, setzen dem Ganzen die Krone auf, weil sie sind einfach nur unnötig!

Letztens war ich auf der Suche nach Informationen  zu Gesichtspflegeprodukten. Ich landete dabei in diversen Beautyforen, wo die Leute nichts Besseres zu tun haben, als ihren Senf zu uninteressanten Eseleien dazu zu geben. Dabei bin über folgende Abkürzis gestolpert:

  • NK
  • MU

Ich brauchte eine Weile, bis ich das dechiffriert hatte! Naturkosmetik und Make-Up. Schöööööön! Meine Freunde, es spricht nichts dagegen, Wörter abzukürzen, die so lang sind, dass man, während man sie ausspricht, gut und gerne drei Pfannkuchen backen kann, a b e r bei Naturkosmetik und Make-Up handelt es sich um so kurze Wörter, dass es einfach nur etwas kurzgedacht wirkt, wenn man sie abkürzt. Die zwei Verrecker kann man gerade noch aussprechen und ausschreiben sowieso, denn wenn man keine Zeit zum Schreiben hat, dann soll man es gleich lassen.

Aber damit hört das ja nicht auf. Ich erinnerte mich in diesem Moment daran, dass solche Abkürzungen überall im World Wide Web zu finden sind – und zwar meistens dort, wo viele Wissende zusammenkommen. Ein Beispiel gefällig? Internetforen von MusikerInnen. Dort sind abgekürzte Alben- und Songtitel ein toller Zeitvertreib und haben den positiven Nebeneffekt, dass dumme Leute, die nicht im Forum angemeldet sind, sondern nur mitlesen, sich wie Primaten am Kopf kratzen und „Häh?“ schreien.

Ich meine: Muss das sein? Das Ding mit Abkürzungen ist ja, dass sie in irgendeiner Weise verständlich sein müssen, damit man sie irgendwie entziffern kann. Hier eine handvoll Beispiele:

Das ist ungelogen chinesisch für Anfänger, so gut die Alben auch sind. Aber trotzdem: Freunde! Selbst ich muss jedes Mal nachdenken, was mit solchen Verbrechen gemeint ist! Da drängt sich mir eine wichtige Frage auf, was Fans machen, wenn die Künstler sich weigern, ihre Song- und Albentitel in mehr als ein Wort zu packen… Hm. Vielleicht hat sich Ghost von der elfengleichen Siobhan Donaghy deshalb so schlecht verkauft…

Ich habe gerade eine unglaubliche E-Mail erhalten, von einem guten Freund, dessen Name ich nicht kenne. Aufgrund meiner frisch erblühten Liebe für Spam-Mails möchte ich sie der Welt nicht vorenthalten. Et voilà!

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Ich bin zu Tränen gerührt. Wie schön, dass jemand an mich denkt und mir drei Gläser Honig ums Maul schmiert! Hach, das hat noch kein Mann bis jetzt gemacht! Ich möchte dem Royal Club sofort beitreten!

Es gibt da nur ein Problem… Wieso ist in dieser Mail von Königen die Rede? Ich bin verdammt noch mal eine KönigIN! Wenn ich dazu die ganzen Spam-Mails für Penisvergrößerungen addiere, dann – dann – dann komme ich zu dem entsetzlichen Beschluss, dass irgendjemand da draußen zu glauben scheint, dass ich keine gute Frau bin!

Oder hat der Feminismus einfach noch nicht das Internet durchdrängt? Habe ich den Zusatz in der Fußnote übersehen, dass die männliche Form der Einfachheit halber benutzt wurde und die Weibchen miteinschließt?

Oder ist es einfach so, dass alle Spam-Mails an Männer addressiert werden, weil die eher drauf reinfallen? Weil sie dumm sind? Weil sie es nötig haben? Theoretisch ist das überhaupt keine Beleidigung, wenn man mich König nennt… Es bedeutet einfach nur, dass man mich nicht für blöd genug hält, um den Lügen von Royal Club zu glauben.

Ich habe mich gerade dazu entschlossen, an letztere Version zu glauben.

Spam ist super. Seit Spam erfunden und modern geworden ist, bekomme ich täglich sehr viel sozialen Zuspruch in Form von E-Mails. Heute hat mir Nady geschrieben. Hier ist ihre Nachricht.

Gruchen.

Ich suche die ernste Beziehung. Ich liebe die Kinder, aber leider habe ich keine Kinder. Ich wollte sie haben wenn wurde der zukunftige Partner waschen ebenso wunschte es. Mir die 32 Jahre.

Ich betreibe mehrmals in der Woche Sport. Fur mich in der Beziehung die Hauptsache – die Richtigkeit, die Ehrlichkeit und die Liebe.

Ich denke dass du ebenso meinst du ernst und du willst nur die ernste Beziehung.

Schreibe mir auf meinen e-mail, ich werde dir etwas meiner Fotos senden.

Ich bin mehr schon ledig als 5 Jahre und ich traume, den Mann der zu begegnen war mir richtig, liebte mich, verstand mich und respektierte… Ich hoffe dass du die Frau mit solchen Kriterien suchst.

Bitte antworten Sie nur, um meine personliche E-Mail:  #######

Ich suche reich nicht, ich suche den richtigen Mann.

Ich hoffe dass du ernst meinst und du wirst mir schreiben.

Nady.

Ich bin unglaublich fasziniert! Wenn wir alle mehr Spam lesen würden, würden wir unseren alltäglichen Wortschatz sowas von erweitern können!

Gruchen zum Beispiel. Was zur Hölle ist Gruchen? Es klingt wie eine Begrüßung und erinnert an „Gruscheln“. Ich werde meine Freunde ab heute nur noch mit Gruchen begrüßen. Wenn in nächster Zeit jemand auf Sie zukommt und Gruchen! ruft, dann bedeutet das, dass Sie mein Freund sind. Wie schön!

Ich wollte sie haben wenn wurde der zukunftige Partner waschen ebenso wunschte es.

Nady hat noch ein paar Probleme mit ihrem Deutsch, wie beim Durchlesen ihrer Mail klar geworden sein sollte. Vielleicht liegt es daran, dass sie seit fünf Jahren Single ist. Tatsache ist jedenfalls, dass sie einen sauberen Mann sucht, der genauso darauf achtet, sich zu waschen wie sie. Ich finde es toll, dass sie soviel Wert auf Sauberkeit legt, auch wenn ich ihr im Detail (bzw. wegen fehlenden Details) nicht weiterhelfen kann. Ich bin nun mal biologisch gesehen kein Mann. Es tut mir leid, Nady!

Trotzdem ist mir diese Mail sehr ans Herz gegangen. Ich möchte hiermit alle Männer dazu aufrufen, Nady zu schreiben. Ich weiß, ich habe die Adresse unkenntlich gemacht, weil ich eine E-Mail-Flut in Nadys Postfach vermeiden wollte. Ich bin mir trotzdem sicher, dass Karma in dieser Angelegenheit seine Finger im Spiel hat und bald jeder einsame Mann in Deutschland diese Mail in seinem Postfach hat – und der Rest der Welt auch! Das ist ja das Schöne an Spam: Jeder kann mitreden.

UPDATE: Ich sehe gerade: Auch andere Leute haben Gefallen an Nady gefunden. Wunderbar! Spread the love!

Die Antwort ist NEIN. Ohne meine wöchentliche Dosis Casting-Schlonzes macht das Leben nur halb so viel Spaß. Wie ich diese Sendungen liebe! Popstars, GNTM – ihr dürft niemals sterben! Und wenn doch, dann nehmt mich mit!

Hier die paar Punkte, die mir bei der heutigen Sendungen aufgefallen sind:

  • „Du siehst gut aus“ – tolles Argument. Ich dachte, es geht ums Singen, aber es scheint, als ob das Aussehen ebenfalls zählt, denn sonst würde dieser Satz nicht in allen möglichen Varianten – positiv und negativ – aus den Mäulern der Jury kommen.
  • Tatsächlich ist es so, dass man in der ersten Runde ab und zu mal nen „Typen“ durchlässt, aber die bremst man schnell aus. Einziges Gegenbeispiel: Senna. Das war ein Missgeschick und ich bin überzeugt, da gab es Hinter-den-Kulissen-Szenen, die nie gesendet wurden (evtl.: Senna verprügelt D! oder droht damit, seine Mutter zu töten). Sie sind schuld daran, dass man die „Typen“ ausbremst, sobald man sie entsprechend ausgesaugt hat. Mehr lesen »

Yes…

Es dürfte mittlerweile bekannt sein, dass ich heimlich eine Schwäche für Girlbands habe.

Es dürfte auch bekannt sein, dass ich manchmal – z.B. wenn ich lerne oder Hausarbeiten schreibe – zu merkwürdigen Konsummustern neige (Subway-Sandwiches etc.).

Kombiniert man das beides kommt man bei meiner unheilvollen Neigung heraus, auch die Soloergüsse diverser Girlband(ex-)mitglieder zu verfolgen. Diesmal hat’s Letoya erwischt, ihres Zeiches Exmitglied der Urbesetzung von Destiny’s Child. Und wie soll ich sagen? Ich mag sie – irgendwie. Sie hat eine klare, kräftige Gesangsstimme, wenn auch nicht den größten Stimmumfang, und sie schreibt starke, feministisch angehauchte Lyrics, in denen sie auch  mal Leute verkloppt. Und für sowas habe ich ja mehr als eine Schwäche (siehe Jazmine Sullivan, Brooke Valentine, Melanie Fiona, Teedra Moses etc.).

Ich vermute, die Letoya und Lady Love werden mir irgendwann langweilig werden, weil es ist kein Grenzensprenger. Dafür haben beide aber den ungeheuerlichen Vorteil, dass die Songs ineinander verlaufen. Sie sind aus einem Guss und das finde ich manchmal auch sehr schön. Vor allem, wenn sie eher so im Midtempobereich zu finden sind, nette Melodien und Vocalarrangements haben und ab und an kleine Soundbesonderheiten. Hach, so ein bisschen seichter RnB mit ein bisschen Hiphop  und Soul tut doch ganz gut in stressigen Zeiten!

Letzte Nacht habe ich davon geträumt, dass ich Schnurrbarthaare habe. So richtig ausgewachsene Schnurrbarthaare wie bei einer Katze oder so. Sie wuchsen neben meinen Nasenflügeln und hatten in etwa das gleiche Aufgabenfeld wie Wimpern, nämlich gut aussehen. Darum tuschte ich sie mit Mascara. Im Traum befand ich mich in der Öffentlichkeit und musste bei einem späteren Blick in den Spiegel feststellen, dass ich nicht nur meine Schnurrbarthaare, sondern aus Versehen auch meine Nasenhaare gewimperntuscht hatte und dass Letztere deshalb unangenehm in Erscheinung traten. Ich habe das dann weggemacht mit dem Finger und gebetet, dass dieses Faux pas niemandem aufgefallen ist.

Frage: Was für einen Unsinn kann man eigentlich träumen? Schnurrbarthaare! Herr im Himmel! Ich hatte die Existenz von Schnurrbarthaaren verdrängt, bis ich letzte Nacht davon geträumt habe…

Am besten schiebe ich alles auf die verschreckenden Hausarbeiten, die ich noch schreiben muss. Ich bin mir sicher: Wenn die nicht wären, hätte ich von etwas Schönem geträumt, zum Beispiel rosafarbenen Ponys. Andererseits sind die Schnurrbarthaare ja auch eine nette Idee. Sähen bestimmt gut aus beim Menschen, wenn man beim Schminken nicht die Nasenhaare mitbepinselt. Außerdem… Menschen mit Schnurbarthaaren… Das ist heimlich inspirierend! Oh mein Gott! Ich wurde inspiriert!

Heute lernen wir etwas sehr Wichtiges, denn es dreht sich nur begrenzt mit dem respektvollen Umgang mit der Sprache. Vielmehr bewegen wir uns auf eine höhere Ebene und beschäftigen uns mit dem respektvollen Umgang mit unseren geliebten Mitmenschen.

Für alle meine Freunde der mies gesetzten Anglizisme deshalb vorneweg die schlechten Nachrichten: Sorry ist keine ordentliche Entschuldigung!

Sorry ist eine flappsige Bemerkung, die in keiner Weise erkennen lässt, dass einer Person etwas wirklich leid tut. Es ist ein abfälliges Wort, dass bei einem Menschen mit Muttersprache Deutsch nie im Leben das Entschuldigungsgefühl vermitteln wird, dass es vermitteln sollte. Wenn einem etwas wirklich leid tut, dann sollte er das nicht nach zwei Silben abhaken, sondern verdammt noch mal sehr weit ausholen und somit zeigen, wie wichtig es ihm ist, das eigene Bedauern – eigentlich nicht greifbar – in konkrete Worte zu gießen. Das dauert möglicherweise mal ein bisschen länger, aber je mehr man sagt, desto überzeugender wirkt man auch. Siehe: Freikaufen.

Oh McDonalds! Wie ich es liebe! Abgesehen vom Himbeerschokocookie gibt es in diesem eTABLETTisment nichts für mich zu holen. Der heutige Zwangsbesuch hat mir zwei Gründe mehr für diese einschneidende Maßnahme geliefert:

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Pommes Frites sind NICHT meine besten Freunde und sie haben mir in den Jahren, in denen ich keine gegessen habe, auch NICHT gefehlt! Und erst recht NICHT die von McDonalds, denn schauen wir Wilma Wahrheit in die Augen: Das aufregendste an den MäcPomm ist der Salzgeschmack. Der Rest ist für den Hund.

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Auch hier gilt: NICHT! Wann braucht man denn bitte schon mal Pommes? In welchen Notsituationen? In einer Schwangerschaft vielleicht, aber ich brauche die Dinger noch NICHT mal während der Quallenwoche. Das muss was heißen. McDo übertreibt!

Wie wir wissen liebe ich es ja eigentlich, wenn Konsumgüter mit mir sprechen. In diesem Fall nicht. Erstens werde ich nicht direkt vom Produkt angesprochen, zweitens ist es einfach nicht wahr! Ich möchte nicht, dass weiche, in Öl getränkte Kartoffelstäbchen, die vermutlich noch nicht mal aus einer lebenden Kartoffeln stammen, sondern aus Kartoffelbrei gepresst wurden, glauben, ich wäre cool mit ihnen! Wenn’s Äpfel wären oder wenn sie wenigstens Nikes tragen würden – aber so? NICHT!

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… sporting her red Supermansocks (and pretending to stand on the edge of the roof of a skyscraper!)