Tagesarchiv: Juli 30th, 2009

Ich bin mir nicht sicher, wie viele Leute ihren Song She Wolf nennen und damit davonkommen könnten, denn sind wir mal ehrlich: Der Titel ist ultimo bescheuert. Man bekommt einen Knoten im Gehirn, wenn man ihn auch nur kurz einblendet. Und der Sound, naja. Wenn es nicht Shakira wäre, die ja heimlich eine Metapherngöttin* ist, würde ich es hassen. Aber es ist nun mal die göttliche Shakira!

Die göttliche Shakira hat sich auch ein Video zu diesem Song geleistet, das so auch im Heimstudio hätte entstehen können. Die Höhepunkte darin sind wie folgt:

  • Shakira beweist ihre Göttlichkeit, indem sie ein astreines Spagat performt.
  • Sie verbiegt sich auch sonst sehr ausgefallen und beweist damit, dass sie definitiv kein girl next door ist. Welches girl next door kann sowas? Keins.
  • Sie steht in einem roten Tunnel, der möglicherweise eine Ader oder auch ein inneres Organ darstellen soll. Ich war mal als Kind in einer Besucherattraktion, die sich begehbares Herz nannte. Shakira hat da was ähnliches im Video. Wer weiß? Vielleicht sogar das begehbare Herz von damals…
  • Ein fleischfarbener Leotard und etwas, das aussieht, als ob Shakiras nichtexistente dreijährige Nichte eine Schere zur Hand genommen hätte – wunderbar!
  • Und die Schuhe wieder! Was Schuhe angeht, muss Shakira noch ein wenig üben, aber das ist vermutlich kein Wunder. Sie erweckt eher den Eindruck, in ihrem Privatleben den ganzen Tag barfuß oder in derben Lederstiefeln herumzulaufen und Mist zu schaufeln. (Oh. War das gemein? Es sollte nicht gemein sein, wirklich nicht!)
  • Sie gebt dem Begriff „to come out of the closet“ eine ganz neue Bedeutung. Die Metapherngöttin* eben…
  • Sexy ohne aufdringlich – hier können eine Menge Sängerinnen noch was lernen
  • Die Bewegungen, Himmel, die Bewegungen!
  • Shakira in einem Club – wer hat sich das ausgedacht? Das passt überhaupt nicht zusammen! Auf einer Farm, ja, aber nicht im Club! Das ist zu ordinär für jemanden von ihren Schlag. Ich möchte schon sehr bitten…
  • Shakira auf einer Theaterbühne – ähm, in einer Silbe: doof.

[Hier war mal ein Video. Dann wurde es entfernt. Macht nichts. Guckst du hier.]

FAZIT: Schauen wir der Wahrheit ins Auge: 60% des Videomaterials gehören weggeschnitten und dann verworfen. Würde das Video nur im Käfig und im hautfarbenen Leotard stattfinden – gerne, aber so? Im Club, Shakira in einem Club – Jesses! Ich brauch was Starkes!

*Hier Beispiele:

„Rather eat my soup with a fork/ or drive a cab in New York/ Cause to talk to you is harder work/ What’s the point of wasting all my words/ if it’s just the same or even worse/ than reading poems to a horse“ (Poem to a horse)

„I’m starting to feel just a little abused like a coffee machine in an office“ (She Wolf)