Tagesarchiv: Juli 28th, 2009

be a lady confuse Mari!

Wenn ich überlege, wer in meinem CD-Regal bislang das eigenartigste Cover des Jahres abgeliefert hat, dann ist Sia ganz vorne mit dabei. Kein Wunder. Die gesamte Frau mutet dezent bizarr an, auch wenn das ihrer gar nicht mal so üblen Musik nicht gerecht wird.

Den Vogel abgeschossen hat aber nicht etwa eine Indiepopsängerin, sondern eine R’n'B-Band namens Electrik Red und wenn wir ehrlich sind: Von R’n'B-Bands erwartet man eigentlich keine merkwürdigen Cover, aber…

... lassen wir das Cover für sich sprechen

... lassen wir das Cover für sich sprechen

Mehr lesen »

Heute mal wieder. Ein Mann, der auszieht und fast einen Monat ohne Kühlschrank auskommt. Ich stellte ganz richtig fest: Er kocht nicht.

Warum machen Männer das? Nicht kochen und sowas. Ich habe da ja eine Theorie, die leider nicht besonders freundlich ist. Es ist ja so, dass wir alle erstmal zu Hause wohnen, wo wir wunderbar versorgt, bekocht und beputzt werden. Dann kommt der große Bumm und wir ziehen aus und dann gibt es zwei Entwicklungsmöglichkeiten:

  1. Wir lernen die Selbstständigkeit, d.h. wir führen unserer Mutter Liebe selbstständig fort. Wir sorgen dafür, dass wir gutes, gesundes Essen bekommen, dass unsere Wäsche gemacht ist und dass unsere Wohnung sauber ist (ich habe da ja noch eine andere Theorie, die besagt, dass man am ordnungstechnischen Zustand der Wohnung den Zustand der Seele ablesen kann, aber das ist ein anderes Thema und würde an dieser Stelle zu weit führen).
  2. Wir – oder besser gesagt: die anderen, tun so, als ob es niemals mütterliche Fürsorge gegeben hat und fallen in ein versorgungstechnisches Loch. Sie kochen nicht, sie putzen nur selten und ihre Wäsche – ach, ihre Wäsche! Und ihr Einkaufsinhalt auf dem Fließband: Prototypisch Pommes und Nutella! Kurzum: Sie passen nicht auf sich selbst auf, siehe Theorie mit dem Zustand der Wohnung.

Und jetzt kommt das Problem: Wenn jemand nicht auf sich selbst aufpassen kann, entsteht der Eindruck, er wartet darauf, von irgendjemandem gerettet zu werden, da er selbst wenig Interesse daran zeigt, dies zu tun. Schicksalsgebeutelte Leser wissen, dass eine der wichtigsten Lektionen im Leben ist, zu lernen und zu merken, dass letztendlich man selbst die Person ist, die einem am besten helfen kann. Lernt man das nicht – nun, dann hat man wirklich ein Problem. Ich bin ja der Ansicht, dass viele Männer das Problem nicht dadurch lösen, dass sie nach der Krabbelphase mit dem Laufen anfangen, sondern einfach abwarten, bis ihnen ein weibliches Wesen in die Quere kommt, dessen Muttergefühle über den Rand tropfen und auch das holde Haupt des Mannes treffen –  und ihn bekochen, beputzen und versorgen. Ergo: Das so genannte, klischeehafte Junggesellenverhalten ist nichts weiter als das Wartezimmer vor der Ehe.

Toll. Emanzipation anyone? Maria Sveland würde Amok laufen, wenn sie deutsch verstehen würde.