Ich muss jetzt noch mal auf Leoparden zurückkommen – oder so ähnlich. Das wohl verwirrendste englische Wort des Jahres ist „leotard“. Ich denke, ich bin nicht alleine, wenn ich zugebe, dass ich immer dachte, dass es sich dabei um ein hässliches Kleidungsstück mit einem deutlichen touch of the eighties handelt und entsprechender Tiermusterung.
Falsch gedacht. Bei einem leotard handelt es sich um das, was wir Deutsche als „Body“ bezeichnen. Viele Prominente sind Fans von Leotards. Beyoncé Knowles hat diesem Kleidungsstück sogar einen eigenen Song gewidmet („Single Ladies (Put a leotard on them)“.
Nun stellt sich natürlich die Frage, warum die Engländer leotard und die Deutschen Body sagen. Body ist, wie die Fähigen wissen, die Übersetzung von „Körper“. Deutsch ist manchmal doof. Einen Körper haben wir auch an, wenn wir keinen Leotard tragen. Wieso dann also diesen verwirrenden Begriff des Bodys? Das lädt doch geradezu dazu ein, sich in angelsächsischen Konversationen zu blamieren. “Ooooh, I love a good body!“ – kommt im Puff gut, beim Geschäftsessen eher nicht.
Fazit: Um die Sprachverwirrung zu verringern – was im Zuge der Globalisierung sicherlich nicht verkehrt ist -, werde ich nur noch von Leotards sprechen, nicht mehr von Bodys. Auch wenn ich dann jedes Mal an Leopardenmuster denken muss. Da ich anfange, diese Optik zu lieben, Leotards aber nach wie vor hasse, finde ich das nicht so gut. Soll meine kurze Besessenheit mit Leoparden an einem merkwürdigen Kleidungsstück mit überdimensionalen Beinausschnitten zugrunde gehen?
Ich – will – diese – Mütze – haben!
