Tagesarchiv: Juli 2nd, 2009

Die Suche hat ein Ende! Endlich habe ich auf jetzt.de den Artikel gefunden, den ich schon die ganze Zeit gesucht habe! Er handelt davon, woran man die bösen Stoffe in Bodylotions und Co erkennt und ist eine Offenbarung und eigentlich schreibe ich hier nur darüber, damit ich das nächste Mal nicht so lange suchen muss, haha.

Hier sind die vier Übeltäter, die zu entlarven sind:

Vokabel Nr. 1: „Paraffinum liquidum“ steckt in sehr vielen Produkten, besonders gerne in Creme und Bodylotion. Paraffine sind Stoffe, die bei der Erdöldestillation entstehen, unter anderem vom Bodensatz der Rohöltanks. Was in Tanks liegen bleibt, zieht auch auf der Haut nicht ein, sondern bleibt darauf liegen und verhindert die Hautatmung.

Vokabel Nr. 2: „-cone“ (in Bezeichnungen, die so enden, stecken Silikone). Steckt in so gut wie allem drin, was die Haut schön glatt und die Haare kämmbar oder stylingfähig macht. Dummerweise lagert es sich in Haut und Haaren ein und „versiegelt“ diese nahezu – nicht umsonst wird Silikon im Baumarkt zur Fugenabdichtung verkauft. Es ist stark umweltbelastend und biologisch schwer abbaubar.

Vokabel Nr. 3: „Paraben“ (meist als Ethylparaben oder Methylparaben). Das sind Konservierungsmittel, die starke Allergien auslösen können und in Deos, Shampoos, Lippenstiften, Cremes stecken. Als in Frankreich bekannt wurde, dass Parabene zu einer erhöhten Brustkrebsrate beitragen, stieg der Verkauf von Naturkosmetik um 40% an.

Vokabel Nr. 4: „Natriumlaurylsulfat“. Im Englischen „Sodium Lauryl Sulfat“ ist das weltweit am häufigsten verwendete Tensid und als aggressiver Schaumbildner bekannt. Es sorgt dafür, das Duschgel und Shampoo gut schäumen, trocknet aber die Haut aus.

(Quelle: Grün & gut! Heute: Angeschmiert, aber richtig? Über katastrophale Kosmetik)

Die guten Nachricht: Auf folgende Hersteller kann man sich verlassen:

  • Alverde
  • Weleda
  • Dr. Hauschka
  • Alterra
  • Speick
  • Lavera
  • Hier findet man noch mehr Hersteller, die „öko“ arbeiten!

Die schlechte Nachricht: Folgende beide tun superpflanzlich, benutzen aber definitiv die Mineralöle aus Vokabel 1:

  • Yves Rocher
  • The Body Shop

Pfui! Schämt euch!

Manchmal muss man drei Schritte zurückgehen, um zum Ziel, sprich zehn Schritte vorwärts zu kommen. Das habe ich gestern gemerkt, als ich mich der literarischen Arbeit widmete.

Lange hatte diese Trainingsmaßnahme in Buchform geruht. Der Schluss ist im Kopf zwar schon geschrieben, aber ich kam irgendwie nicht weiter. Also griff ich zu harten Mitteln, denn ich bin kein Fan davon, etwas zu löschen. Doch ich tat es. Und sie da! Nachdem ich die Geschichte anders erzählte, verwandelte sie sich von zähem Zuckerübensirup in flüssiges Quellwasser und nun ist alles wieder in Ordnung und ich werde auf der Welle flüssigen Quellwassers bis zum Ende des Buches surfen und mich dann wieder an die ernste Arbeit machen!

Die empirische Lebensforschung hat dieses Vorgehen im übrigen bestätigt. Manchmal muss man einen Moment verweilen und tiefer stapeln, um anschließend ganz hoch hinaus zu kommen. So wie das bei manchen Krankheiten und ihrer Therapie auch der Fall ist: In gewissen Fällen muss sich der Zustand erst deutlich verschlechtern, bevor es wieder gut wird. Wir sehen: Was als literaturtechnische Soforthilfe begann, endet damit, eine anerkannte Medizin gegen alles zu sein.